Kundenservice
Öffnungszeiten:
Mo-Fr. 10-12 | 13:30-17
Hotline: 09264 96799-20
buero@musik-fast.de
0,00 €
Nicht mehr verfügbar
- Günstiger Versand
- Versand innerhalb von 1-2 Tage
- 14 Tage Geld-Zurück-Garantie
- Bequeme Zahlungsmöglichkeiten
Produktinformationen "Akkordeon Hohner Morino V N Museum"
Die Hohner Morino V N ist eine absolute Legende auf den Bühnen der Akkordeonwelt. Als hochkarätiges, 5-chöriges Profi- und Orchesterinstrument ist sie für ihren unverwechselbaren, orchestralen und extrem kraftvollen Klang berühmt, den sie nicht zuletzt ihren zwei Chören im echten Cassotto ($16'$ + $8'$) verdankt. Bestückt mit hochwertigen Tipo a Mano-Stimmplatten, bietet dieses 13 kg schwere Schwergewicht eine enorme Dynamik und Durchsetzungskraft.
Dieses Exponat ist jedoch nicht nur ein klanglicher Gigant, sondern auch ein historisch hochinteressantes Modell, das eine ganz besondere technische Eigenheit und einen Wendepunkt in der Hohner-Produktion dokumentiert.
Eigenschaften
-
Piano-Tasten: 41 Tasten (Tonumfang: F bis A)
-
Bässe: 120 Standardbässe
-
Gattung: Chromatisch
-
Chöre (Diskant): 5-chörig
-
Cassotto-Chöre: 2 Chöre im Cassotto ($16'$ + $8'$)
-
Diskant-Register: 11 Register
-
Chöre (Bass): 5-chörig im Standardbass
-
Bass-Register: 5 Register
-
Stimmplattenqualität: Tipo a Mano (hervorragende Ansprache und Dynamik)
-
Gewicht: ca. 13 kg
-
Herstellungsland und -region: Italien (Castelfidardo, gefertigt von Excelsior im Auftrag von Hohner)
-
Bauzeitraum: ca. 1968 bis 1983 (N-Serie)
Der Sound einer Ära: Die Morino und die Oberkrainermusik
Wer an die Hohner Morino denkt, kommt an einem Genre und einem Namen nicht vorbei: der Oberkrainermusik und dem legendären Slavko Avsenik. Die Morino und der unverkennbare „Avsenik-Sound“ sind in der Musikgeschichte unzertrennlich miteinander verwoben.
Slavko Avsenik revolutionierte mit seinen Original Oberkrainern die Volksmusik und prägte einen völlig neuen, extrem dynamischen Spielstil. Das Herzstück dieses Ensembles war die Hohner Morino. Durch die 5-chörige Bauweise und das markante Cassotto lieferte das Instrument genau die Durchsetzungsfähigkeit, die nötig war, um sich neben Trompete und Klarinette zu behaupten. Vor allem das Zusammenspiel des warmen, tiefen $16'$-Basses im Cassotto mit dem schwebenden Tremolo schuf jenen legendären, fast orgelartigen und extrem treibenden Sound, der bis heute weltweit das Markenzeichen der Oberkrainermusik ist. Bis heute gilt die Morino in diesem Genre als das absolute Nonplusultra.
Herkunft: Die "italienische" Morino
Während die früheren Morino-Modelle (wie die legendäre M-Serie) noch direkt im Hohner-Stammwerk in Trossingen (Deutschland) vom Band liefen, ging Hohner mit der N-Serie neue Wege. Um die Produktion zu optimieren, wurde die Fertigung der Morino N komplett nach Italien verlagert. Sie wurde im Auftrag von Hohner beim renommierten italienischen Premium-Hersteller Excelsior in Castelfidardo gebaut. Die Handschrift des italienischen Akkordeonbaus ist in der wunderbaren Gehäuseverarbeitung und dem typisch warmen, weichen Klang spürbar.
Das berüchtigte Phänomen der „Klebemorino“: Was steckt dahinter?
Unter Akkordeonbauern und in Fachwerkstätten ist die Morino N-Serie weltweit auch unter einem weniger schmeichelhaften Spitznamen bekannt: der „Klebemorino“.
Aus langjähriger Werkstatterfahrung lässt sich dieses Problem, das fast jedes Instrument dieser Ära früher oder später einholt, wie folgt erklären:
-
Das Problem: Tasten und Bassknöpfe fangen plötzlich an zu quietschen, reagieren träge, bleiben hängen oder kleben regelrecht fest. Beim Öffnen der Register oder beim Betätigen der Klappen merkt man, dass die Klappenbeläge an der Planfüllung (dem Gehäuseboden unter den Klappen) haften bleiben.
-
Die Ursache (Der Produktionsfehler): In den 1970er Jahren wollte man die Produktion modernisieren. Statt der traditionellen, mit Knochenleim oder Spezialklebern aufgebrachten Filz- und Lederbeläge kam ein damals neuartiger, synthetischer Klebstoff sowie Schaumstoffträger zum Einsatz. Was die Ingenieure damals nicht ahnen konnten: Der verwendete Kleber war nicht dauerhaft stabil.
-
Der chemische Prozess: Über die Jahrzehnte hinweg zersetzen sich die Inhaltsstoffe des Klebers chemisch (Weichmacherwanderung). Der Klebstoff wird flüssig und wandert wie ein Schwamm durch den Filz und das Leder hindurch bis an die Oberfläche des Klappenbelags. Dort hinterlässt er einen extrem zähen, speckigen und klebrigen Film.
-
Die Lösung in der Werkstatt: Puder oder Reinigungsmittel helfen hier nur sehr kurzfristig – der Kleber drückt immer wieder nach. Die einzig fachgerechte und dauerhafte Lösung ist eine komplette Sanierung in der Akkordeonwerkstatt. Dabei müssen alle alten Klappenbeläge komplett entfernt, die Planfüllung rückstandslos gereinigt und die Klappen mit klassischen, hochwertigen Filz-Leder-Belägen neu bestückt werden.
Gegen Ende der Produktion (beim Übergang zur S-Serie) erkannte Hohner den Fehler und stellte die Fertigung wieder auf klassische Methoden um.
Fazit
Wurde die Morino V N erst einmal in einer Fachwerkstatt von ihren „Klebepolstern“ befreit und fachmännisch saniert, ist sie ein absolut fantastisches, unzerstörbares und wertstabiles Trauminstrument. Dieses Exponat ist ein überragendes Beispiel für den epochalen, italienisch geprägten Sound der 70er Jahre – bereit, um den Geist von Slavko Avsenik auf der Bühne weiterleben zu lassen.
| Bässe: | 120 Bässe |
|---|---|
| Gehäuse: | Holzgehäuse |
| Instrument: | Akkordeon, Pianoakkordeon |
| Weitere Akk-Merkmale: | Cassotto, Musette, Oktavstimmung |
Eine Traditionsmarke für Akkordeon und Mundharmonika.
Seit 1857
Hauptsitz der Marke ist Trossingen/Baden-Württemberg
| Piano Tasten: | 41 |
| Anzahl Töne: | 41, F - A |
| Gattung: | chromatisch |
| Chöre: | 5 |
| Anzahl Register: | 11 |
| Klangfarben: | 11 |
| Chöre im Cassotto: | 2 |
| Füße im Cassotto: | 16’ + 8’ |
| Standardbässe: | 120 |
| Standardbass Chöre: | 5 |
| Standardbass Register: | 5 |
| Stimmplattenqualität: | Tipo a Mano |
| Gewicht: | 13 kg |
0 von 0 Bewertungen
Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen
Anmelden