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Ein seltenes und stilvolles Zeugnis rheinischer Akkordeon-Geschichte Dieses Exponat ist eine absolute Rarität für Liebhaber deutscher Instrumentenhistorie. Mit dem Modell „Señori“ präsentiert sich ein wunderschönes Pianoakkordeon der ehemaligen Edel-Schmiede Cantulia. Das Instrument besticht durch sein typisches, elegantes 1950er-Jahre-Design im weinroten Perloid-Gewand und repräsentiert eine Ära, in der erstklassige Handwerkskunst auf ikonischen Zeitgeist traf. Technische Daten & Ausstattung Instrument: Pianoakkordeon Modell: „Señori“ Hersteller: Cantulia (Siegburg, Deutschland) Bässe: 72 Bässe (perfekte Kompaktklasse für maximale Flexibilität) Diskant: 34 Tasten Stimmung: Reine Oktavstimmung (klarer, kräftiger Ton ohne Schwebung) Stimmplatten-Montage: Mit Spezialkleber direkt auf den Stimmstöcken verklebt (nicht traditionell gewachst) Gehäuse: Robustes Holzgehäuse mit weinrotem Zelluloid-Überzug Register: 3 Diskantregister (große weiße Drücker) Besonderheiten des Modells „Señori“ 1. Die Oktavstimmung (Ohne Tremolo) Im Gegensatz zu vielen Standard-Akkordeons, die auf ein schwebendes Musette-Tremolo setzen, besitzt die „Señori“ eine klassische Oktavstimmung. Hierbei erklingen die Chöre im reinen Oktavabstand zueinander. Das sorgt für einen sehr klaren, definiert-trockenen und tragenden Sound. Dieser schnörkellose Klang ist besonders im Jazz, in der Klassik oder für präzise, rhythmische Balg-Arbeit extrem beliebt. 2. Das unverwechselbare Cantulia-Design Das Modell ist ein designtechnisches Kind der Wirtschaftswunderzeit: Die asymmetrischen, goldfarben hinterlegten Lüftungsschlitze des Diskantverdecks wirken beinahe wie der Kühlergrill eines amerikanischen Straßenkreuzers dieser Ära. Der schwungvolle Schriftzug „Señori“ auf der Bassseite unterstreicht den mediterran-eleganten Anspruch, den Cantulia mit seinen Instrumenten verkörpern wollte. 3. Die unkonventionelle Stimmplatten-Montage Eine markante bauliche Eigenheit dieses Modells liegt im Verborgenen: Cantulia ging bei der Befestigung der Stimmplatten eigene, experimentelle Wege. Die Stimmplatten wurden nicht im traditionellen Wachsverfahren auf den Stimmstöcken montiert. Stattdessen kam ein spezieller Klebstoff zum Einsatz, mit dem die Platten dauerhaft und starr verklebt wurden. Was damals als moderne Produktionsmethode galt, erweist sich heute bei Wartungs- und Stimmarbeiten als immense Herausforderung. Die Geschichte von Cantulia: Aufstieg, Glanz und das jähe Ende Jedes heute noch existierende Cantulia-Akkordeon ist ein endliches, historisches Dokument. Da die Marke vor fast 70 Jahren ausgelöscht wurde, gibt es keinerlei Nachbauten – jedes erhaltene Instrument ist ein echtes Sammlerstück mit einer bewegenden Historie: Die Anfänge in Siegburg (1937): Die Firma wurde 1937 vom gelernten Klavierbauer Walter Kändler in Siegburg (Nordrhein-Westfalen) gegründet. Der Name „Cantulia“ leitet sich vom lateinischen cantare (singen) ab. Kändler wollte Instrumente bauen, die klanglich und qualitativ den etablierten Weltmarken in nichts nachstanden. Der Aufstieg zum Premium-Konkurrenten (1950er-Jahre): Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte Cantulia einen rasanten Aufschwung. In den 1950er-Jahren beschäftigte das Werk in Siegburg zeitweise über 300 Mitarbeiter. Cantulia-Akkordeons waren berühmt für ihre hervorragende Tastatur-Ergonomie, die präzise Ansprache und ein auffallend modernes Design. Sie wurden zu einer ernstzunehmenden Bedrohung für die Vormachtstellung des Branchenriesen Hohner. Das Hohner-Übernahme-Manöver (1957/1958): Um den lästigen und qualitativ hochwertigen Konkurrenten aus dem Rheinland strategisch vom Markt zu nehmen, kaufte Hohner im Jahr 1957 die firma Cantulia auf. Kurz nach der Übernahme folgte das jähe Ende: Bereits zum 31. Dezember 1958 ließ Hohner die Produktion in Siegburg komplett einstellen und schloss das Werk endgültig. 🛠️ Der Blick des Fachmanns: Konstruktions-Fluch und Sammler-Segen Auf dem heutigen Gebrauchtmarkt nimmt Cantulia eine absolute Sonderrolle ein. Wer den runden, typisch holzigen Sound und das unverwechselbare 50er-Schnitt-Design sucht, kommt an einer Cantulia nicht vorbei. Aus technischer Sicht birgt das Innenleben dieser Instrumente jedoch eine berüchtigte Problemstelle, die für Handzuginstrumentenmacher bis heute ein absoluter Dorn im Auge ist: Der Kleber-Albtraum: Weil die Stimmplatten mit einem Spezialkleber starr verklebt wurden, altert das Material extrem schlecht. Der Klebstoff lässt sich heute nur unter größtem mechanischen und chemischen Aufwand materialschonend von den hölzernen Stimmstöcken entfernen. Erschwerte Servicearbeiten: Das macht anfallende Stimmarbeiten oder eine komplette Neubelegung der Ventile zu einer extrem zeitaufwendigen und damit teuren Geduldsprobe für jeden Restaurator. Das Urteil zur Langlebigkeit: Trotz der enormen Marktmacht zur Glanzzeit der Firma zeigt sich aus heutiger Sicht: Die technische Konstruktion von Cantulia war langfristig nicht so robust und wartungsfreundlich konzipiert wie die vergleichbarer Konkurrenzmodelle dieser Epoche. Dennoch bleibt die „Señori“ ein faszinierendes, wenn auch im Service anspruchsvolles Zeugnis einer untergegangenen deutschen Industriegeschichte.
Akkordeon Weltmeister Monte 37 Helikon Museum
Die perfekte Brücke zwischen Akkordeon-Komfort und urigem Steirischen-Sound Dieses Exponat ist ein absolutes Highlight für Liebhaber der alpenländischen und volkstümlichen Musik. Mit der Monte 37 Helikon hat die traditionsreiche Marke Weltmeister ein hochspezialisiertes Tastenakkordeon geschaffen, das den unverkennbaren, wuchtigen Bassklang einer Steirischen Harmonika auf das chromatische Piano-Akkordeon überträgt. In edler Nussbaum-Optik gehalten, vereint dieses Instrument erstklassige deutsche Wertarbeit mit feinsten italienischen Klangkomponenten zu einem Instrument mit purem alpenländischen Charakter. Technische Daten & Ausstattung Instrument: Pianoakkordeon (Diatonisch-akustischer Spezialaufbau) Modell: Monte 37 Helikon Hersteller: Weltmeister (Klingenthal, Deutschland) Farbe / Gehäuse: Warmes Nussbaum-Massivholzdesign Diskant: 37 Tasten, 4-chörig aufgebaut (LMMM-Bestückung) Stimmplatten: Premium-Stimmplatten von Voci-Armoniche (Castelfidardo, Italien) Diskant-Register: 11 Bässe: 96 Bässe (inklusive zuschaltbarer Helikonbässe) Besondere Merkmale: Echte Helikonbässe im Bass, echtes 3-chöriges Tremolo + tiefer 16'-Chor im Diskant Besonderheiten des Modells „Monte 37“ 1. Die italienische Seele: „Voci-Armoniche“ Stimmplatten Das absolute Qualitätsmerkmal dieses spezifischen Exponats liegt im Verborgenen: Es wurden Stimmplatten der renommierten Manufaktur Voci-Armoniche aus der italienischen Akkordeon-Hochburg Castelfidardo verbaut. Diese Platten stehen für: Exzellentes Ansprechverhalten: Selbst bei feinstem Balgzug schwingen die Stimmzungen sofort und sauber an. Unglaubliche Dynamik: Sie erlauben ein extrem kontrolliertes Spiel vom zartesten Piano bis zum kraftvollen Forte, ohne dass der Ton abreißt oder verstimmt. Langlebigkeit und Stimmstabilität: Die präzise italienische Fertigung sorgt dafür, dass das Instrument auch bei intensiver Beanspruchung extrem stimmstabil bleibt. 2. Das dicke 3-chörige Tremolo & das tiefe 16'-Register (LMMM) Die 4-chörige Diskantseite ist in einer klassischen LMMM-Konfiguration (Low-Middle-Middle-Middle) ausgelegt: Das zünftige 3-chörige Tremolo (MMM): Drei 8-Fuß-Chöre ($8'$) sind leicht gegeneinander verstimmt. Dadurch entsteht ein extrem fettes, nasses und durchdringendes Musette-Tremolo. Es verleiht Polkas, Walzern und Märschen die unverwechselbare, fröhliche Spritzigkeit und die nötige Durchsetzungskraft auf der Bühne. Die kraftvolle Tiefe (16' / L): Der zusätzliche tiefe 16-Fuß-Chor ($16'$) lässt sich für einen runden, voluminösen und getragenen Klang hinzuschalten. Er bildet das perfekte akustische Gegengewicht zu den schneidigen Tremolo-Stimmen. 3. Die Helikonbässe (Der „Steirische“ Sound) Die herausragende Besonderheit dieses Akkordeons liegt auf der Bassseite. Weltmeister hat hier echte, extragroße Helikon-Stimmplatten verbaut. Auf Knopfdruck erzeugen diese tiefen Stimmzungen einen extrem kraftvollen, schwebenden und beinahe tubaähnlichen Basssound, wie man ihn sonst nur von der Steirischen Harmonika kennt. Dadurch lässt sich im Solo-Spiel ein Rhythmus-Fundament erzeugen, das im normalen Akkordeonbau seinesgleichen sucht. 4. Naturholz-Ästhetik in Nussbaum Im Gegensatz zu klassischen, oft bunt foliierten Zelluloid-Modellen setzt die Monte-Serie auf zeitlose Eleganz. Das Gehäuse aus echtem Nussbaumholz strahlt eine urige Wärme aus, die perfekt zum traditionellen Charakter der volkstümlichen Musik passt. Die Geschichte der Marke: Das Ende einer großen Ära Dieses Modell dokumentiert heute das schmerzhafte Ende eines gigantischen Kapitels deutscher Musikgeschichte: Die Klingenthaler Tradition: Weltmeister (zuletzt firmierend als Harmona Akkordeon GmbH) war der älteste Akkordeonhersteller der Welt. Seit 1852 wurden im sächsischen Klingenthal (Vogtland), dem historischen Zentrum des deutschen Musikwinkel-Handwerks, Instrumente in Serie gefertigt. Zu DDR-Zeiten wuchs der Betrieb zum gigantischen Kombinat heran, das zeitweise über 100.000 Akkordeons pro Jahr weltweit exportierte. Insolvenz und Schließung: Nach jahrzehntelangem Überlebenskampf im veränderten Weltmarkt ereilte die Traditionsfirma schließlich das endgültige Aus: Weltmeister musste Insolvenz anmelden und die Produktion am geschichtsträchtigen Standort in Klingenthal einstellen. Damit verlor Deutschland einen seiner wichtigsten Pfeiler im traditionellen Instrumentenbau. 🛠️ Der Blick des Fachmanns: Ein gesuchtes Erbe auf dem Gebrauchtmarkt Durch das endgültige Aus von Weltmeister hat sich die Marktsituation für Modelle wie die „Monte 37“ schlagartig verändert. Da keine neuen Instrumente mehr produziert werden, sind gut erhaltene Exemplare im Fachhandel und auf dem Privatmarkt extrem gesucht. Die Begehrtheit: Die Kombination aus 96 Bässen (die noch gut tragbar und kompakt sind) und echten Helikonbässen macht die Monte 37 zu einer der gefragtesten „Volksmusik-Maschinen“ überhaupt. Sie ist der perfekte Kompromiss für Akkordeonisten, die den geliebten Steirischen-Sound spielen möchten, ohne die Griffweise der Knöpfe neu lernen zu müssen. Wertstabilität: Durch die Schließung des Werks in Klingenthal und die Bestückung mit den exzellenten Voci-Armoniche-Stimmplatten ist dieses Instrument vom reinen Gebrauchsgegenstand zum begehrten Sammler- und Erbstück deutscher Handwerkskunst gereift, dessen Wert bei guter Pflege langfristig stabil bleiben wird.
Akkordeon Weltmeister Serino 34/80/III rot Museum
Dieses wunderbare Instrument überzeugt als treuer und extrem handlicher Begleiter. Dank seines angenehm leichten Gewichts und der kompakten Maße ist es spielend einfach zu handhaben, ohne dass man dabei Kompromisse eingehen muss. Die 3-chörige Bauweise verleiht dem Akkordeon einen erstaunlich schönen, warmen und ausgewogenen Klang. Mit seinen 34 Diskanttasten und 80 Bällen bietet es genau den richtigen Spielraum für Musiker, die ein unkompliziertes Instrument für den spontanen Einsatz, die Reise oder gesellige Runden suchen. Eigenschaften Bässe: 80 Bässe Chöre: 3 Chöre im Diskant Diskant (Tasten): 34 Tasten Diskant-Register: 5 Register Bass-Register: 3 Register Gehäuse: Handliches Holzgehäuse mit rot-perloidem Zelluloid-Überzug Herstellungsland und -region: Deutschland (Klingenthal, ehem. DDR) Marke: Weltmeister Weitere Merkmale: Klassisches Verdeck-Design mit markantem Weltmeister-Logo, schwarze Registerdrücker, weiß abgesetztes Bass-Tastaturfeld Über den Hersteller "Weltmeister" Seit 1852 fertigt der Traditionsbetrieb im sächsischen Klingenthal mit handwerklichem Geschick, Erfindergeist und musikalischem Gehör hochwertige Akkordeons. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Betriebe der Region im VEB Klingenthaler Harmonikawerke zusammengeführt. Unter der Weltmarke Weltmeister entwickelte sich der Standort zum zeitweise größten Akkordeonhersteller der Welt. Die Modellreihe Serino gehört zu den beliebtesten Einstiegs- und Mittelklasse-Instrumenten der Klingenthaler Produktion aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Sie zeichnet sich besonders durch ihre unkomplizierte, robuste Mechanik und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis aus, wodurch sie Generationen von Musikschülern den Weg ebnete. Nach der Wiedervereinigung wurde die Fertigung unter der Harmona Akkordeon GmbH fortgeführt, bevor der Traditionsbetrieb nach einer wechselvollen Geschichte die Produktion einstellen musste. Dieses Exponat bewahrt das Erbe dieser jahrzehntelangen, weltberühmten Fertigungstradition im „klingenden Tal“.
Akkordeon Weltmeister Serino 32 Museum
Kleines und leichtes Schülerinstrument für die Kleinen 32 Bässe 2-chörig mit 3 Register inkl. Koffer und Trageriemen
Akkordeon Weltmeister Stella 60 rot Museum
Dieses wunderbare Instrument präsentiert sich als leichtes und handliches Allround-Modell, das sich sowohl hervorragend für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene eignet, die ein kompaktes, reisetaugliches Instrument suchen. Trotz der handlichen Ausmaße muss man hierbei auf nichts verzichten: Dank der 3-chörigen Bauweise entfaltet das Akkordeon einen erstaunlich vollen, warmen und ausdrucksstarken Klang. Mit seinen 60 Bässen bietet es die perfekte Ausstattung für den flexiblen Einsatz, ohne den Spieler durch unnötiges Gewicht zu belasten. Eigenschaften Bässe: 60 Bässe Chöre: 3 Chöre im Diskant Diskant (Tasten): 30 Tasten Diskant-Register: 5 Register Bass-Register: Ohne Register (kompakte Direktmechanik) Gehäuse: Sehr kompaktes, leichtes Holzgehäuse mit rot-perloidem Zelluloid-Überzug Herstellungsland und -region: Deutschland (Klingenthal, ehem. DDR) Marke: Weltmeister Weitere Merkmale: Klassisches Verdeck-Design der Stella-Modellreihe mit verchromten Längsstreifen, kontrastierende Registerdrücker, optimal ausbalanciertes Tragegefühl Über den Hersteller "Weltmeister" Seit 1852 fertigt der Traditionsbetrieb im sächsischen Klingenthal mit handwerklichem Geschick, Erfindergeist und musikalischem Gehör hochwertige Akkordeons. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Betriebe der Region im VEB Klingenthaler Harmonikawerke zusammengeführt. Unter der Weltmarke Weltmeister entwickelte sich der Standort zum zeitweise größten Akkordeonhersteller der Welt. Die Modellreihe Stella gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Instrumentenreihen der Klingenthaler Nachkriegsgeschichte. Besonders die kompakteren Ausführungen wie dieses 60-Bass-Modell waren über Jahrzehnte hinweg die erste Wahl für den Musikunterricht und die Freizeit. Sie gelten bis heute als sprichwörtlich robust, wartungsfreundlich und klanglich ausgewogen. Nach der Wiedervereinigung wurde die Fertigung unter der Harmona Akkordeon GmbH fortgeführt, bevor der Traditionsbetrieb nach einer wechselvollen Geschichte die Produktion einstellen musste. Dieses Exponat bewahrt das Erbe dieser jahrzehntelangen, weltberühmten Fertigungstradition im „klingenden Tal“.
Akkordeon Weltmeister Serie 90 - 80 Bass Museum
Dieses herausragende Exponat verkörpert die traditionsreiche sächsische Instrumentenbaukunst auf höchstem Niveau. Gefertigt als kompaktes, aber äußerst robustes Holzgehäuse, besticht das Instrument optisch durch seinen charakteristischen, rubinroten Zelluloid-Überzug. Klanglich überzeugt das Akkordeon durch eine kraftvolle, klare 3-chörige Stimmung, die dank erstklassiger Stimmplatten eine hervorragende Stimmstabilität aufweist. Eine echte Besonderheit dieses Modells ist die seltene Ausführung mit 80 Bässern, verteilt auf fünf Reihen, kombiniert mit drei präzisen Bassregistern. Eigenschaften Bässe: 80 Bässe (5 Reihen) Chöre: 3 Chöre (Oktavstimmung im Diskant) Diskant (Tasten): 34 Tasten Diskant-Register: 5 Register Bass-Register: 3 mechanische Registerdrücker Gehäuse: Holzgehäuse, rot-perloid beschichtet Herstellungsland und -region: Deutschland (Klingenthal, ehem. DDR) Marke: Weltmeister Weitere Merkmale: Goldeloxiertes Metallgitter (Lochverdeck), Ia schwedische Stahlstimmzungen, robuster Balg mit rotem/braunem Satinbezug Über den Hersteller "Weltmeister" Seit 1852 fertigt der Traditionsbetrieb im sächsischen Klingenthal mit handwerklichem Geschick, Erfindergeist und musikalischem Gehör hochwertige Akkordeons. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Betriebe der Region im VEB Klingenthaler Harmonikawerke zusammengeführt. Unter der Weltmarke Weltmeister entwickelte sich der Standort zum zeitweise größten Akkordeonhersteller der Welt. Die hier gezeigte Serie 90 stammt aus der Blütezeit dieser industriellen Fertigung in den 1960er Jahren. Sie war das Standardwerkzeug für unzählige Hobbymusiker und Ensembles in Ost und West. Nach der Wiedervereinigung wurde die Fertigung unter der Harmona Akkordeon GmbH erfolgreich fortgeführt, bevor der traditionsreiche Betrieb nach einer wechselvollen Geschichte die Produktion einstellen musste. Dieses Exponat bewahrt das Erbe dieser jahrzehntelangen, weltberühmten Fertigungstradition im „klingenden Tal“.
Akkordeon Weltmeister Meteor 41/120/IV/11/5 Museum
Dieses herausragende Instrument gilt als absolut unverwüstliches Allround-Werkzeug und ist für jeden noch so rauen Einsatzzweck im Freien, auf der Bühne oder im Vereinsleben bestens gerüstet. Als vollwertiges, großes Akkordeon bietet es mit 41 Diskanttasten und 120 Bässen den maximalen Tonumfang für anspruchsvolle Spieler. Dank der 4-chörigen Bauweise entfaltet die „Meteor“ ein besonders kraftvolles, durchsetzungsstarkes Klangvolumen, das sich über elf Diskant- und fünf Bassregister facettenreich und flexibel auf die jeweilige Musikrichtung abstimmen lässt. Eigenschaften Bässe: 120 Bässe Chöre: 4 Chöre im Diskant Diskant (Tasten): 41 Tasten Diskant-Register: 11 Register Bass-Register: 5 Register Gehäuse: Extrem robustes Holzgehäuse im markanten, zeitlosen Design Herstellungsland und -region: Deutschland (Klingenthal, ehem. DDR) Marke: Weltmeister Weitere Merkmale: Kantiges, modernes Verdeck-Design der Meteor-Modellreihe, langlebige und bewährte Tastaturmechanik, breite Riemenaufhängung für optimalen Tragekomfort Über den Hersteller "Weltmeister" Seit 1852 fertigt der Traditionsbetrieb im sächsischen Klingenthal mit handwerklichem Geschick, Erfindergeist und musikalischem Gehör hochwertige Akkordeons. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Betriebe der Region im VEB Klingenthaler Harmonikawerke zusammengeführt. Unter der Weltmarke Weltmeister entwickelte sich der Standort zum zeitweise größten Akkordeonhersteller der Welt. Die Modellreihe Meteor gehört zu den bekanntesten und meistgebauten Baureihen der Klingenthaler Werke aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Sie erlangte vor allem durch ihre sprichwörtliche Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit Kultstatus bei Generationen von Akkordeonisten. Nach der Wiedervereinigung wurde die Fertigung unter der Harmona Akkordeon GmbH fortgeführt, bevor der Traditionsbetrieb nach einer wechselvollen Geschichte die Produktion einstellen musste. Dieses Exponat bewahrt das Erbe dieser jahrzehntelangen, weltberühmten Fertigungstradition im „klingenden Tal“.
Akkordeon Weltmeister Diana 37/96/IV/11/5 Museum
Dieses hervorragende Musikinstrument gilt als besonders robustes Arbeitstier für rauere Anlässe und Einsätze im Freien oder auf der Bühne. Trotz seiner angenehm kompakten Bauweise bietet das Akkordeon eine bemerkenswerte Vielfalt für ambitionierte Spieler. Ausgestattet mit 37 Diskanttasten und vollen 96 Bässen, liefert die 4-chörige Bauweise ein breites, kraftvolles Klangspektrum, das sich über elf Diskantregister sowie fünf Bassregister flexibel variieren lässt. Eigenschaften Bässe: 96 Bässe Chöre: 4 Chöre im Diskant Diskant (Tasten): 37 Tasten Diskant-Register: 11 Register Bass-Register: 5 Register Gehäuse: Robustes Holzgehäuse, tiefschwarz beschichtet Herstellungsland und -region: Deutschland (Klingenthal, ehem. DDR) Marke: Weltmeister Weitere Merkmale: Klassisches Verdeck-Design mit verchromten Querstreben, weiß-schwarz kontrastierende Registerdrücker, stabile Trageriemenbefestigung Über den Hersteller "Weltmeister" Seit 1852 fertigt der Traditionsbetrieb im sächsischen Klingenthal mit handwerklichem Geschick, Erfindergeist und musikalischem Gehör hochwertige Akkordeons. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Betriebe der Region im VEB Klingenthaler Harmonikawerke zusammengeführt. Unter der Weltmarke Weltmeister entwickelte sich der Standort zum zeitweise größten Akkordeonhersteller der Welt. Das hier gezeigte Modell Diana stammt aus der späten Schaffensphase dieses industriellen Großbetriebs (gebaut gegen Ende der 1980er-Jahre) und repräsentiert die verlässliche Gebrauchsklasse der Klingenthaler Werke. Sie war und ist ein beliebtes Standardwerkzeug für unzählige Musiker in ganz Europa. Nach der Wiedervereinigung wurde die Fertigung unter der Harmona Akkordeon GmbH fortgeführt, bevor der Betrieb nach einer wechselvollen Geschichte die Produktion einstellen musste. Dieses Exponat bewahrt das Erbe dieser jahrzehntelangen, weltberühmten Fertigungstradition im „klingenden Tal“.
Akkordeon Weltmeister Stella 37/96/III/5/3 rot Museum
Dieses hervorragende Instrument besticht als zeitloser, überaus verlässlicher Klassiker des traditionellen Akkordeonbaus. Optisch zieht es die Blicke durch sein Gehäuse im tiefen, rubinroten Perloid-Zelluloid-Design an. Die 3-chörige Bauweise verleiht dem Instrument einen warmen, charmanten und runden Klang, der sich hervorragend für verschiedenste Musikrichtungen eignet. Mit seinen 37 Diskanttasten und vollwertigen 96 Bässen bietet dieses Modell die perfekte Balance zwischen einem breiten tonalen Spielraum und einer angenehm handlichen, mittelschweren Gehäusegröße. Eigenschaften Bässe: 96 Bässe Chöre: 3 Chöre im Diskant Diskant (Tasten): 37 Tasten Diskant-Register: 5 Register Bass-Register: 3 Register Gehäuse: Robustes Holzgehäuse mit rot-perloidem Zelluloid-Überzug Herstellungsland und -region: Deutschland (Klingenthal, ehem. DDR) Marke: Weltmeister Weitere Merkmale: Traditionelles Kühlergrill-Verdeck mit verchromtem Längsstreifen-Design, schwarze Registerdrücker im Diskant und Bass, stabiler Balg mit weunrotem/braunem Satinbezug Über den Hersteller "Weltmeister" Seit 1852 fertigt der Traditionsbetrieb im sächsischen Klingenthal mit handwerklichem Geschick, Erfindergeist und musikalischem Gehör hochwertige Akkordeons. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Betriebe der Region im VEB Klingenthaler Harmonikawerke zusammengeführt. Unter der Weltmarke Weltmeister entwickelte sich der Standort zum zeitweise größten Akkordeonhersteller der Welt. Die Modellreihe Stella gehört zu den legendärsten und meistgespielten Klassikern der Nachkriegsära. Sie war über Jahrzehnte hinweg das prägende Instrument in Musikschulen, Orchestern und Privathaushalten im In- und Ausland. Ihre robuste Bauweise und der ausgewogene Klang machten sie zum Inbegriff des soliden Klingenthaler Handwerks. Nach der Wiedervereinigung wurde die Fertigung unter der Harmona Akkordeon GmbH fortgeführt, bevor der Traditionsbetrieb nach einer wechselvollen Geschichte die Produktion einstellen musste. Dieses Exponat bewahrt das Erbe dieser jahrzehntelangen, weltberühmten Fertigungstradition im „klingenden Tal“.
Neuheiten
Ein seltenes und stilvolles Zeugnis rheinischer Akkordeon-Geschichte Dieses Exponat ist eine absolute Rarität für Liebhaber deutscher Instrumentenhistorie. Mit dem Modell „Señori“ präsentiert sich ein wunderschönes Pianoakkordeon der ehemaligen Edel-Schmiede Cantulia. Das Instrument besticht durch sein typisches, elegantes 1950er-Jahre-Design im weinroten Perloid-Gewand und repräsentiert eine Ära, in der erstklassige Handwerkskunst auf ikonischen Zeitgeist traf. Technische Daten & Ausstattung Instrument: Pianoakkordeon Modell: „Señori“ Hersteller: Cantulia (Siegburg, Deutschland) Bässe: 72 Bässe (perfekte Kompaktklasse für maximale Flexibilität) Diskant: 34 Tasten Stimmung: Reine Oktavstimmung (klarer, kräftiger Ton ohne Schwebung) Stimmplatten-Montage: Mit Spezialkleber direkt auf den Stimmstöcken verklebt (nicht traditionell gewachst) Gehäuse: Robustes Holzgehäuse mit weinrotem Zelluloid-Überzug Register: 3 Diskantregister (große weiße Drücker) Besonderheiten des Modells „Señori“ 1. Die Oktavstimmung (Ohne Tremolo) Im Gegensatz zu vielen Standard-Akkordeons, die auf ein schwebendes Musette-Tremolo setzen, besitzt die „Señori“ eine klassische Oktavstimmung. Hierbei erklingen die Chöre im reinen Oktavabstand zueinander. Das sorgt für einen sehr klaren, definiert-trockenen und tragenden Sound. Dieser schnörkellose Klang ist besonders im Jazz, in der Klassik oder für präzise, rhythmische Balg-Arbeit extrem beliebt. 2. Das unverwechselbare Cantulia-Design Das Modell ist ein designtechnisches Kind der Wirtschaftswunderzeit: Die asymmetrischen, goldfarben hinterlegten Lüftungsschlitze des Diskantverdecks wirken beinahe wie der Kühlergrill eines amerikanischen Straßenkreuzers dieser Ära. Der schwungvolle Schriftzug „Señori“ auf der Bassseite unterstreicht den mediterran-eleganten Anspruch, den Cantulia mit seinen Instrumenten verkörpern wollte. 3. Die unkonventionelle Stimmplatten-Montage Eine markante bauliche Eigenheit dieses Modells liegt im Verborgenen: Cantulia ging bei der Befestigung der Stimmplatten eigene, experimentelle Wege. Die Stimmplatten wurden nicht im traditionellen Wachsverfahren auf den Stimmstöcken montiert. Stattdessen kam ein spezieller Klebstoff zum Einsatz, mit dem die Platten dauerhaft und starr verklebt wurden. Was damals als moderne Produktionsmethode galt, erweist sich heute bei Wartungs- und Stimmarbeiten als immense Herausforderung. Die Geschichte von Cantulia: Aufstieg, Glanz und das jähe Ende Jedes heute noch existierende Cantulia-Akkordeon ist ein endliches, historisches Dokument. Da die Marke vor fast 70 Jahren ausgelöscht wurde, gibt es keinerlei Nachbauten – jedes erhaltene Instrument ist ein echtes Sammlerstück mit einer bewegenden Historie: Die Anfänge in Siegburg (1937): Die Firma wurde 1937 vom gelernten Klavierbauer Walter Kändler in Siegburg (Nordrhein-Westfalen) gegründet. Der Name „Cantulia“ leitet sich vom lateinischen cantare (singen) ab. Kändler wollte Instrumente bauen, die klanglich und qualitativ den etablierten Weltmarken in nichts nachstanden. Der Aufstieg zum Premium-Konkurrenten (1950er-Jahre): Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte Cantulia einen rasanten Aufschwung. In den 1950er-Jahren beschäftigte das Werk in Siegburg zeitweise über 300 Mitarbeiter. Cantulia-Akkordeons waren berühmt für ihre hervorragende Tastatur-Ergonomie, die präzise Ansprache und ein auffallend modernes Design. Sie wurden zu einer ernstzunehmenden Bedrohung für die Vormachtstellung des Branchenriesen Hohner. Das Hohner-Übernahme-Manöver (1957/1958): Um den lästigen und qualitativ hochwertigen Konkurrenten aus dem Rheinland strategisch vom Markt zu nehmen, kaufte Hohner im Jahr 1957 die firma Cantulia auf. Kurz nach der Übernahme folgte das jähe Ende: Bereits zum 31. Dezember 1958 ließ Hohner die Produktion in Siegburg komplett einstellen und schloss das Werk endgültig. 🛠️ Der Blick des Fachmanns: Konstruktions-Fluch und Sammler-Segen Auf dem heutigen Gebrauchtmarkt nimmt Cantulia eine absolute Sonderrolle ein. Wer den runden, typisch holzigen Sound und das unverwechselbare 50er-Schnitt-Design sucht, kommt an einer Cantulia nicht vorbei. Aus technischer Sicht birgt das Innenleben dieser Instrumente jedoch eine berüchtigte Problemstelle, die für Handzuginstrumentenmacher bis heute ein absoluter Dorn im Auge ist: Der Kleber-Albtraum: Weil die Stimmplatten mit einem Spezialkleber starr verklebt wurden, altert das Material extrem schlecht. Der Klebstoff lässt sich heute nur unter größtem mechanischen und chemischen Aufwand materialschonend von den hölzernen Stimmstöcken entfernen. Erschwerte Servicearbeiten: Das macht anfallende Stimmarbeiten oder eine komplette Neubelegung der Ventile zu einer extrem zeitaufwendigen und damit teuren Geduldsprobe für jeden Restaurator. Das Urteil zur Langlebigkeit: Trotz der enormen Marktmacht zur Glanzzeit der Firma zeigt sich aus heutiger Sicht: Die technische Konstruktion von Cantulia war langfristig nicht so robust und wartungsfreundlich konzipiert wie die vergleichbarer Konkurrenzmodelle dieser Epoche. Dennoch bleibt die „Señori“ ein faszinierendes, wenn auch im Service anspruchsvolles Zeugnis einer untergegangenen deutschen Industriegeschichte.